Die Faulheit hat einen sehr schlechten Ruf. Ganz bewusst nichts zu tun, lässt manchem sogar die Nackenhaare zu Berge stehen, ja treibt es gar den Angstschweiß auf die Stirn. Dabei gibt es sehr gute Gründe öfter einfach mal faul zu sein.

Faulsein macht kreativ
Wer unter einem Berg Akten liegt und im Hamsterrad unermüdlich seine Runden dreht, wird nur müde statt produktiv oder kreativ. Um über ein Problem denken zu können braucht es Muße – oder wie nicht Faule sagen würden: eine Stunde auf der faulen Haut.

Kraftquelle aus der Faulheit
Denken wir doch einmal an unser geliebtes Auto. Würden wir es jeden Tag auf der höchsten Drehzahl fahren lassen? Gönnen wir dem Auto beim sogenannten „Kaltstart“ einen Moment zum einlaufen? Wieso verhalten wir uns bei unserem Körper denn dann plötzlich ganz anders?

Faul macht fokussiert
Wer sich Pausen gönnt konzentriert sich während der Arbeit besser. Sportler würden dazu eine weitaus treffendere Metapher wählen. Denn ein Athlet der Disziplin Stabhochsprung geht einen Schritt zurück um Anlauf zu nehmen, während wir aus dem Stand den Weltrekord knacken möchten. Wenn wir uns also nun die Zeit bewusst einteilen, so steht Effizienz dann im Vordergrund, um die knappe Ressource Zeit nicht unnötig zu verschwenden.

Erfolg durch Faulheit
Das sogenannte Pareto-Prinzip beruht auf der bekannten 80:20 Regel. Mit zwanzig Prozent des Einsatzes erzielen wir etwa achzig Prozent unserer Ergebnisse. Alles übrige fällt überraschenderweise kaum ins Gewicht. Auf den Alltag, auf den Job und auf unsere Arbeit übertragen bedeutet dies nun: Wir sollten uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren, diese eben die Mehrwert schaffen. Handlungen sollten priorisiert werden und Zeit und Kraft nicht mit unwichtigen Dingen vergeudet werden. Dann kommt der Erfolg ganz automatisch – das freut einen faulen Menschen natürlich.

1.Wie faul bin ich selbst?

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